Auf die Mischung kommt es an

Der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg ist eine strategische Vermögensstruktur

Jeder, der sich ansatzweise schon mal mit dem Thema Kapitalanlage beschäftigt hat, ist solchen Ratschlägen begegnet: Es heißt, man soll „nicht alle Eier in einen Korb legen“ oder auch immer wieder gern gehört: „Wer gut streut, rutscht nicht aus!“. So banal und abgedroschen diese auch klingen mögen, dahinter steckt eine Grundregel der Vermögensanlage: Diversifikation. Während die meisten Anleger diese Regel bei der Auswahl von Wertpapieren auch beherzigen, in dem sie ihr Kapital entweder individuell auf mehrere Aktien oder Anleihen verteilen oder gleich in ein breit gestreutes Fondsportfolio investieren, lässt so manch größeres Vermögen oft eine professionelle Gesamtstruktur vermissen.

Kurz und knapp:

  • Jedes größere Vermögen bedarf einer professionellen und strategischen Struktur auf Gesamtvermögensebene, um den langfristigen Anlageerfolg zu gewährleisten.
  • Eine professionelle Diversifikation über alle möglichen Anlageklassen hinweg reduziert die Risiken, erhöht die Rendite und schafft Freiräume.
  • Wichtig ist dabei die regelmäßige Analyse der Wechselwirkung der einzelnen Investments untereinander (Korrelation), die sich je nach Marktphase ändern können.
  • In einem Family Office kann die professionelle Asset-Allocation auf Gesamtvermögensebene optimal umgesetzt werden, Risiken durch eine einseitige Anlagestruktur werden so vermieden.
  • Die Gesamtvermögenssteuerung gehört deshalb zu den Hauptaufgaben eines Family Office.-

Risiken verringern, Renditen erhöhen
Diversifikation in einer Anlageklasse nützt nur wenig bis gar nichts, wenn die Aufteilung des Vermögens in der Gesamtbetrachtung kein gutes Rendite-Risiko-Profil aufweist. Oder aber die Struktur passt nicht zu den Zielen, Rendite- und Risikovorstellungen des Vermögensinhabers. Dabei ist eine strategische Vermögensstruktur der wichtigste Faktor für den langfristigen Anlageerfolg. Denn die professionelle Diversifikation auf Gesamtvermögensebene reduziert nicht nur die Risiken, sondern erhöht in der Regel auch die Rendite und schafft Freiräume. Zudem wird das gesamte Anlagevermögen so am besten gegen äußere Einflüsse geschützt. Wir wissen alle nicht, welche Wendung der Handelsstreit zwischen den USA und China im nächsten Moment wieder nehmen kann oder welche Folgen ein Austritt Großbritannien aus der Europäischen Union tatsächlich haben wird. Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, ob, wann und wie das größte geldpolitische Experiment der Notenbanken zu Ende geht und wie die verschiedenen Märkte darauf reagieren werden.

Schlagseite vermeiden
Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase kippt eine ursprünglich ausgewogene Anlagestruktur oft auch unbewusst in die falsche Richtung. Das Portfolio bekommt dann wie ein Schiff Schlagseite, die dann gefährlich wird, wenn sich die Wetterbedingungen ändern und an den Kapitalmärkten starker Wellengang aufkommt. So steckt gut und gerne mal die Hälfte des familiären Vermögens in Immobilien, da hier der scheinbar nicht endende Boom bei Mieten und Quadratmeterpreisen Fantasien geweckt hat – und dass (teilweise) auch nicht zu Unrecht. Denn Immobilien gehören in jedes gut diversifizierte Portfolio, die Frage ist nur, in welcher Größenordnung bzw. in welcher Region und welchen Sektoren.

Korrelationen berücksichtigen
Für eine ausgewogene Architektur des Gesamtvermögens kommen unter anderem folgende Anlageklassen in Frage:

  • Liquidität
  • Wertpapiere
  • Alternative Investments
  • Unternehmerische Beteiligungen
  • Immobilien (direkt und indirekt)
  • Private Equity und
  • Private Debt (Mezzanine- oder Nachrangdarlehen).

So unterschiedlich diese Anlageklassen auch klingen, um den gewünschten positiven Effekt in der Vermögensstruktur zu erreichen, ist es wichtig, dass sie sich unabhängig voneinander entwickeln. Das Stichwort heißt Korrelation und bezeichnet die Wechselwirkung der einzelnen Investments zueinander. Umso weniger die Anlageklassen in einem Portfolio miteinander korreliert sind, also gleichlaufen, desto besser ist dies für das Rendite-Risiko-Profil des Gesamtvermögens. Da die Korrelationen aber nicht statisch sind und sich je nach Marktphase ändern, muss hier ein regelmäßiges Monitoring und Controlling der jeweiligen Parameter stattfinden.

Die Gesamtvermögenssteuerung als eine der Hauptaufgaben eines Family Office
Für die Diversifikation großer Vermögen stehen von Wertpapieren über Immobilien bis hin zu Private Equity zahlreiche Anlageklassen zur Verfügung. Alle Investments haben unterschiedliche Ausprägungen hinsichtlich Rendite, Risiko, Flexibilität und Liquidität und damit wiederum den Anlagehorizont betreffend. Nur ein vollständiger und objektiver Blick sowie ein schlüssiges und individuelles Konzept für die Vermögensstrukturierung kann all diese Aspekte vollständig und nachhaltig erfassen und eine auf den Vermögensinhaber abgestimmte Struktur des Gesamtvermögens gewährleisten. Ausgewogenheit statt Einseitigkeit im Portfolio führt langfristig zu höheren Renditen bei gleichzeitiger Verringerung der Risiken und schafft Freiräume für die Vermögensinhaber. Eine solche ganzheitliche professionelle Asset-Allocation kann in einem Family Office optimal umgesetzt werden, da der Kunde so den Zugang zur vollen Bandbreite an den entsprechenden Investments bekommt.