Die Krise als Chance nutzen

Private Equity bietet gerade in Krisenphasen gute Gelegenheiten

Herrschen wie im März panikartige Zustände an der Börse, gibt es selbst für Aktien von völlig gesunden Unternehmen, deren Geschäft von der Krise sogar profitieren könnte, kein Entkommen. Für den Anleger lösen sich damit Kursgewinne von mehreren Monaten innerhalb nur weniger Tage wieder auf. In der Regel kann man zwar darauf vertrauen, dass sich die Börse langfristig eines Besseren besinnt, in einer späteren Erholung die Spreu vom Weizen trennt und sich die sorgfältig ins Portfolio genommenen Aktien wieder ihrem fairen Wert annähern. Kurzfristig allerdings sind starke Nerven gefragt. Ganz unabhängig von diesen Entwicklungen sind abseits der Börse getätigte Private Equity-Investments zwar auch nicht, aber dem Anleger bleiben zumindest die kurzfristigen Schwankungen in seinem Portfolio erspart. Mehr noch: Wer in dieser Anlageklasse die nötige Sorgfalt bei der Auswahl walten lässt und sich der Expertise kompetenter Partner bedient, für den können solche Krisen durchaus gute Einstiegszeitpunkte darstellen.

Kurz und knapp:

  • Private Equity-Fonds diversifizieren sowohl regional als auch über verschiedene Branchen und Sektoren hinweg und innerhalb der mehrjährigen Investitionsphase zu verschiedenen Zeitpunkten im Marktzyklus.
  • In Krisenzeiten fallen genau wie die Preise von Aktien zwar auch die Bewertungen von nicht börsengehandelten Unternehmen. Damit bietet sich aber oftmals eine gute Einstiegsgelegenheit mit der Chance auf höhere Fonds-Renditen nach der Krise.
  • Bevorzugt werden sollten eher Fonds, die in kleinere und mittlere Unternehmen investieren, da hier in der Regel aufgrund der insgesamt kleineren Investitionssummen ein besseres Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital gegeben ist.
  • Private Equity bleibt für uns ein „Pflichtbestandteil“ im Portfolio, sofern der Kapitalanleger über eine entsprechende Risikoneigung und Vermögensstruktur verfügt. Die alternative Anlageklasse ist eine gute Diversifikation und gehört deshalb in eine optimale Vermögensstruktur.

Auf die Auswahl kommt es an
In der Regel erfolgen solche außerbörslichen Beteiligungen auf indirektem Weg – über Private Equity-Fonds oder Gesellschaften, die ihnen anvertraute Gelder wiederum in mehrere aussichtsreiche Unternehmen investieren. Der Fonds diversifiziert dabei sowohl regional als auch über verschiedene Branchen und Sektoren hinweg und innerhalb der mehrjährigen Investitionsphase zu verschiedenen Zeitpunkten im Marktzyklus. Für das glückliche Händchen bei der Auswahl der Unternehmen für den Fonds sind Manager-Teams mit langjähriger Erfahrung und auch einer gewissen Krisenfestigkeit gefragt. Denn nur wenn das Fondsmanagement in der Krise nicht alle Ressourcen für das „Löschen der Brände“ im Bestandsportfolio aufwenden muss, bleibt die Zeit, sich attraktive Kaufgelegenheiten im Markt anzuschauen.

Günstige Bewertungen nutzen
Diese Chancen gibt es, weil genau wie die Preise von Aktien auch die Bewertungen von nicht börsengehandelten Unternehmen in Krisenzeiten fallen. Denn es macht zum Beispiel für einen Autozulieferer keinen Unterschied, ob er börsennotiert ist oder nicht, wenn das Geschäft aufgrund unterbrochener Lieferketten oder fehlender Nachfrage wegbricht. In jedem Fall dürfte das Unternehmen einen höheren Liquiditätsbedarf haben, um Kapazitäten aufrecht zu erhalten und laufende Kosten zu decken, während auf der Haben-Seite die Umsätze wegbrechen. Für eine solche Zwischenfinanzierung sollten Bankkredite vielleicht noch zu bekommen sein. Mit der Hausbank aber in Krisenzeiten über Investitionen in die Zukunft zu sprechen, dürfte schon um Einiges schwerer werden. Vorteil für Unternehmen, die Private Equity-Gesellschaften im Rücken haben: Nicht nur, dass hier so mancher Vorstand viel näher an der Finanzierungsquelle sitzt, neben der bloßen Finanzierung kann ein Private-Equity-Investor seine Rolle als reiner Geldgeber um das entsprechende Know-How und die Krisenerfahrung optimal ergänzen.

Auf Small und Mid Cap-Fonds setzen
In der Corona-Krise ist oft von selektiven Strategien oder auch Stockpicking die Rede. Während in Phase Eins wie oben schon erwähnt zunächst einmal alle Aktien ohne Blick auf Branche, Region oder Geschäftsmodell verkauft werden, schaut man sich in Phase zwei, in der wir uns gerade befinden, die Unternehmen an, die – und das gilt vor allem für die derzeitige Pandemie – von einer neuen, anderen Normalität profitieren und gestärkt aus der Krise hervorgehen könnten. Trends wie Digitalisierung, Technologie, Online-Handel oder Gesundheit sind aktuell nicht nur an der Börse gefragt, sondern stehen auch bei Private-Equity-Investoren derzeit hoch im Kurs. Der Kurs, oder hier besser die Bewertung dieser Unternehmen ist aber um Einiges günstiger als noch vor der Krise. Damit bietet sich für Investoren die Chance auf höhere Fonds-Renditen nach der Krise. Aus diesem Grund könnte gerade jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt gekommen sein. Fonds, die eher im Small- und Mid Cap-Segment, also bei kleineren und mittleren Unternehmen unterwegs sind, sollten dabei bevorzugt werden, da hier in der Regel aufgrund der insgesamt kleineren Investitionssummen ein besseres Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital gegeben ist. Größere Fonds agieren oft mit sehr viel höheren Hebeln – also ungünstigeren EK/FK-Verhältnissen –, was in Krisenzeiten ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellt.

Fazit: Private Equity ist als Pflichtbestandteil im Portfolio gerade in Krisenjahren einen Blick wert
Eine kontinuierliche Anlage in Beteiligungsfonds ist weiterhin als attraktiv anzusehen, daran ändern auch die aktuellen Verwerfungen am Finanzmarkt in der Corona-Krise nichts. Wir sehen Private Equity nach wie vor als einen „Pflichtbestandteil“ im Portfolio an, sofern der Kapitalanleger über eine entsprechende Risikoneigung und Vermögensstruktur verfügt. Außerbörsliche Beteiligungen kommen in solchen Krisenphasen zwar auch nicht ungeschoren davon, die täglichen Verwerfungen am Aktienmarkt allerdings bleiben dem Anleger erspart. Zudem ist Private Equity eine gute Diversifikation und gehört deshalb in eine optimale Vermögensstruktur. Lassen Sie uns also die Krise als Chance nutzen, indem wir mit Ihnen gemeinsam und unseren kompetenten Partnern aus unserem Netzwerk die besten Private Equity-Fonds für Ihr Portfolio auswählen.