Gutes tun und dabei gut verdienen

Investments in Erneuerbare Energien lohnen sich gleich doppelt

Auch wenn die Diskussionen über die CO2-Bilanz des Segeltörns der Klimaaktivistin Greta Thunberg nach New York noch eine Weile anhalten werden – es ist die gute Idee dahinter, die zählt. Klar ist, zum jetzigen Zeitpunkt können wir keinen Gipfel zum Klima an irgendeinem Ort der Welt organisieren, ohne dass die meisten Teilnehmer erst einmal dieses dadurch beschädigen, dass sie in ein Flugzeug steigen. Und natürlich kann man auch über eine Video-Konferenz nachdenken. Aber wenn der persönliche und direkte Austausch eher dazu führt, dass sich die Weltgemeinschaft noch stärker und vor allem gemeinsam auf den Weg raus aus Kohle und Öl und rein in Sonne, Wind und Wasser begibt, dürfte die langfristige CO2-Bilanz am Ende wieder positiv sein. Und wer sich als Investor mit auf diesen Weg begibt, wird doppelt belohnt. Er unterstützt nicht nur die Erhaltung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen, sondern hat zusätzlich die Chance, von attraktiven Renditen zu profitieren

Kurz und knapp:

  • Bis 2030 sollen 32 Prozent des gesamten europäischen Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen kommen, Deutschland hat mit einem EE-Anteil von 15 Prozent Nachholbedarf.
  • Fallende Technologiekosten, steigende Strompreise und langfristige Stromlieferverträge (PPAs) kompensieren wegfallende staatliche Garantien in der Windkraftindustrie.
  • Investments in erneuerbare Energien unterstützen nicht nur den Erhalt der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen, sondern bieten auch die Chance auf attraktive Renditen.
  • Ein Einstieg in der Entwicklungsphase birgt höhere Risiken bei gleichzeitig höheren Ertragschancen, Investitionen in den Bestand ermöglichen stabile Cash Flows über die Laufzeit
  • Unser Ziel ist es, mit unseren Partnern erfolgversprechende Projekte genau zu durchleuchten und dabei zu analysieren, welche Beteiligung in welchem Stadium zu welchem Investor passt.

Hoch gesteckte Ziele erfordern starkes Wachstum der Branche
Europa hat ein ehrgeiziges Ziel: 2030 sollen 32 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen kommen, was die Emission von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren soll. Vor allem der Norden Europas legt hier beim Tempo vor. In Schweden lag der Anteil regenerativer Energien 2017 schon bei mehr als 54 Prozent, gefolgt von Finnland, Lettland und Dänemark. Deutschland ist mit seinem verhältnismäßig hohen Industrie-Anteil mit 15 Prozent zwar noch weit abgeschlagen, aber auch hierzulande ist die Energiewende nicht mehr aufzuhalten. Die Old Economy mit ihren dunklen Rauchschwaden wird zunehmend durch saubere und emissionsfreie Windparks und Solarkraftwerke abgelöst – durch letztere allerdings mehr, wie die jüngsten Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen. Demnach stieg im vergangenen Jahr zwar der Zubau von Photovoltaikleistung deutlich auf über 2.900 Megawatt an, Windenergieanlagen erlebten dagegen einen Einbruch um 50 Prozent auf nur noch 2.300 Megawatt.

Auch ohne Subventionen zukunftsfähig
Diese Entwicklung ist zum einen das Ergebnis eines Staus bei den Genehmigungsverfahren für Windparks, da immer öfter darüber gestritten wird, ob Windräder vor der Tür einer Kommune optisch und akustisch vertretbar sind oder vielleicht dem Tier-, Wald-, und Denkmalschutz entgegenstehen. Zum anderen bläst der Branche mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes der Wind des Wettbewerbs ins Gesicht. Ohne die staatliche Förderung in Form von Einspeisevergütungen, Fixpreisen oder anderen Beihilfen ist das Leben der Windkraftindustrie nicht leichter geworden, aber sie wächst an ihren Aufgaben und Herausforderungen. Der Branche helfen zum einen die fallenden Technologiekosten bei gleichzeitig weiter steigenden Strompreisen. Und zum anderen werden die Vergütungshöhen für den grünen Strom nun nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Außerdem schließen die Stromerzeuger verstärkt langfristige Lieferverträge ab, die so genannten Power Purchasing Agreements (PPAs), die nicht nur die Abnahme des Stroms garantieren, sondern den Verkäufer auch gegen die Volatilität der Strompreise am Spotmarkt absichern.

Höhere Chancen einerseits ...
Um dafür zu sorgen, dass und mit wem solche Verträge abgeschlossen werden, aber auch um bei der Strukturierung der Finanzierung und dem notwendigen Risikomanagement mitzureden oder gar zu unterstützen, macht ein Einstieg als Investor in solche Projekte schon in der Entwicklungsphase Sinn. Vorausgesetzt man bringt entweder die eigene Expertise mit oder holt sich einen zuverlässigen und erfahrenen Partner mit ins Boot. Der Preis für den frühen Einstieg ist ein höheres Risiko, was mögliche Verzögerungen des Projektstarts oder gar ein Scheitern angeht, auf der anderen Seite aber locken in dieser frühen Phase dementsprechend höhere Ertragschancen. Wer es als Investor eher etwas konservativer mag und sich lieber auf stabile, wenn auch geringere Erträge während der Laufzeit verlassen möchte, der sollte in den Bestand eines gut laufenden Projekts investieren.

...bedeuten auch höhere Risiken andererseits.
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chance und Risiko ist generell bei solchen unternehmerischen Beteiligungen von entscheidender Bedeutung. Der graue Kapitalmarkt birgt vor allem für unerfahrene Anleger viele Fallen, wie auch im Bereich der erneuerbaren Energien die Vergangenheit gezeigt hat. Aber gerade in Zeiten, in denen der risikolose Zins quasi abgeschafft wurde, ist die Suche nach alternativen Investments zwingend notwendig, um als Anleger sein Kapital nach Abzug von Kosten und Inflation nicht Stück für Stück zu vernichten. Für uns als Vermögensmanager geht es aber gerade nicht darum, den höchsten versprochenen Renditen hinterherzulaufen, sondern mit unseren Partnern erfolgversprechende Projekte genau zu durchleuchten und dabei zu analysieren, welche Beteiligung in welchem Stadium zu welchem Investor passt.

Unser Fazit: Erneuerbare Energien sind ein alternatives „Investment for Future“
Die hoch gesteckten Ziele für den Klimaschutz erfordern ein weiterhin hohes Wachstum der Branche für Erneuerbare Energien. Gerade hierzulande ergibt sich derzeit eine für Investoren komfortable Situation. Trotz eines hohen Bewusstseins in der breiten Öffentlichkeit für die Themen Umweltschutz und Klimawandel gerät Deutschland beim Ausbau der Wind- und Solarkraft in Rückstand. Umso mehr ist nun die Politik gezwungen, ein besonders für potenzielle Investoren attraktives Umfeld zu schaffen, um überhaupt eine Chance zu haben, die Klimaziele zu erreichen. Und nicht nur, dass man mit solchen Investments Gutes für die Umwelt tut, auch im Portfolio machen sie sich sowohl durch höhere Renditen als auch einen wertvollen Beitrag zur Diversifikation bemerkbar. Noch einmal verstärkt durch den positiven Impuls der „Friday for Future“-Bewegung wird daraus also ein in gleich doppelter Hinsicht attraktives „Investment for Future“.